Moonlight
Barry Jenkins
USA 2016, DCP, Farbe, 111 Min., OmdU

Best Feature Film – Academy Awards 2017
Best Adapted Screenplay – Academy Awards 2017
Best Actor in a Supporting Role “Mahershala Ali” – Academy Awards 2017
Best Feature Film – Gotham Independent Film Awards 2017
Best Director – Gotham Independent Film Awards 2017
Robert Altman Award – Gotham Independent Film Awards 2017
Best Screenplay – Gotham Independent Film Awards 2017
Best Cinematography – Gotham Independent Film Awards 2017
Best Editing – Gotham Independent Film Awards 2017
Audience Award for Best Film – Gotham Independent Film Awards 2017

Ein Plädoyer für Empathie, Toleranz und Verständnis
… breathtaking and beautiful. New York Times
Moonlight is magic. Los Angeles Times
Deeply affecting. CNN
It might initially be remembered for its groundbreaking diversity, but it is Moonlight’s heart-swelling humanity that lingers. It’s a film that gently argues for empathy, compassion, love and acceptance – a message that affects us all, regardless of sexuality or race. No other film in 2016 understood people quite as much as Moonlight did. The Guardian
Although Barry Jenkins' film is indeed about the struggles and difficulties of a person embracing his culturally reviled sexuality, the story is universal in scope and intent. ReelViews
Touching and disturbing, avoiding clichés, shattering stereotypes and succeeding from every angle. Minneapolis Star Tribune

Der neunjährige, „Little“ genannte Chiron spricht nicht viel. Er frisst den Kummer in sich hinein, den seine alleinerziehende Mutter Paula mit ihrer Cracksucht verursacht. Es braucht eine Ersatzfamilie, den Drogenhändler Juan und dessen Freundin Teresa, damit sich der Junge langsam öffnet. Als Teenager hat Chiron große Probleme an der Highschool – weil er anders ist, mit seinem besten Freund und Schulkameraden Kevin die ersten homosexuellen Erfahrungen macht. Schließlich, mit Ende 20, hat Chiron die Opferrolle abgelegt. Er nennt sich „Black“ und verdient sein Geld als Drogendealer. Ein überraschender Anruf von Kevin aber löst etwas in ihm aus: Der Freund von früher, inzwischen Koch, bittet Black, ihn in Miami zu besuchen… (gartenbaukino.at)

Moonlight verhandelt die Frage „Was ist ein Mann, was darf, was kann er sein?“ […] Es geht um die Sehnsucht, die mit dem zarten Kinderkörper bis in den aufgepumpten Leib des erwachsenen Mannes gewachsen ist. Die Sehnsucht nach einem anderen Mann. Kevin heißt er, ein Freund als Kind, ein Junge, mit dem ein Augenblick der Intimität möglich war als Teenager, ein Freund wieder als Mann. Herbeigesehnt wurde er als Liebhaber. Das ist der eine Teil der Geschichte – jener Teil, der dafür verantwortlich ist, dass Moonlight immer wieder als Coming-of-Age-Story eines schwarzen schwulen Teenagers beschrieben wird.

Der andere Teil aber besteht aus Licht, Farben, aus Bewegung und Miami. Damit ist nicht das Miami der Stuck- und Art-déco-Paläste gemeint, sondern das Miami der Sozialbausiedlungen für Schwarze, der projects am Rand der Stadt, der Siedlungen, in denen leere Wohnungen als Drogenquartiere benutzt werden und Kinder mit zusammengeballten Zeitungsseiten Fußball spielen. Liberty City heißt die Gegend sarkastischerweise, in der Moonlight am Originalschauplatz und mit Kindern und Jugendlichen aus der Gegend und ihrer Highschool gedreht wurde. Weiße leben hier nicht. Drogen gehören zum Alltag. Zwischen den niedrigen klapprigen Häusern liegen weite unbebaute Flächen. Offenes Land, zum Spielen, aber auch zum Jagen. […] Es ist die Gegend, in der Tarell Alvin McCraney und Barry Jenkins aufgewachsen sind. (Verena Leken, F.A.Z.)

Barry Jenkins
wurde in Miami geboren und studierte an der Florida State University. Er führte bei diversen Kurzfilmen Regie. Sein Spielfilmdebüt Medicine for Melancholy (2008) wurde beim Toronto Intl Film Festival gezeigt. Moonlight (2016) ist sein zweiter Spielfilm.

KATEGORIE:
PROGRAMMSCHIENEN:
14.06. 18:00 / Metro Kino Historischer Saal

REGIE:
Barry Jenkins

Buch: Barry Jenkins, nach einer Geschichte von Tarell Alvin McCraney.
Kamera: James Laxton.
Schnitt: Nat Sanders, Joi McMillon.
Produktion: Adele Romanski, Dede Gardner, Jeremy Kleiner.
Ausführende Produzent_innen: Brad Pitt, Sarah Esberg, Tarell Alvin McCraney.
Mit: Mahershala Ali, Naomie Harris, Trevante Rhodes, André Holland, Janelle Monáe, Ashton Sanders, Jharrel Jerome, Alex Hibbert, Jaden Piner.

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