Théo et Hugo dans le même bateau  (Paris 05:59)
Olivier Ducastel, Jacques Martineau
Frankreich 2016, DCP, Farbe, 97 Min., OmdU

Teddy Award Publikumspreis – Int. Filmfestspiele Berlin 2016
Premio Maguey – FICG Guadalajara 2016
Silver Q-Hugo Award – Chicago International FF
Best Narrative Feature Film – Tampa Bay Intl GLFF
Jury Award for Best Director – Atlanta Out on Film
Best Director(s) Feature Film – QFest Long Beach LGBTQ FF
Best Film – Film Out San Diego 2016
Audience Award – Queer Boston FF 2016

Shortbus Meets Weekend. The Hollywood Reporter
Strikingly modern nocturnal romance. wearecult.com
... raunchy and romantic. GT
This is bold, bold, sexy, unflinching filmmaking. Jackie Cline, The Boyz

Eines „der“ Highlights der Berlinale 2016, restlos ausverkaufte Vorstellung im (riesigen) Kino International und wohl eine der gewagtesten Eröffnungsszenen des queeren Kinos seit langem – die Rede ist von Théo & Hugo, dem neuen (Liebes-)Film von Olivier Ducastel und Jacques Martineau.
In einem Sex-Club treffen die Körper von Théo und Hugo aufeinander. Sie tauschen sich aus, verschwimmen in der Unschärfe eines hemmungslosen Verlangens, nehmen im Wechsel ihrer Blicke Gestalt an, um sich erneut zu erkunden und zu verlieren. Wenige Momente später zieht es die beiden jungen Männer nach draußen. Gemeinsam lassen sie sich durch die leergefegten Straßen des nächtlichen Paris treiben. Unvermittelt werden sie hier mit einer Realität konfrontiert, die ihre Freiheit und Ziellosigkeit aushebelt und jedem weiteren Schritt eine Ratlosigkeit von existenziellem Ausmaß verleiht: Möchten sie mehr voneinander erfahren? Wird Vertrauen belohnt werden? Was erwartet sie?
Mit meisterhaftem Feingefühl lassen Olivier Ducastel und Jacques Martineau uns daran teilhaben, wie zwei Männer in einer tiefen gegenseitigen Verunsicherung stranden und dennoch nach Nähe suchen. Ihre beiden Hauptdarsteller verzaubern mit großem Einfühlungsvermögen und umwerfendem Charme. Auch die Berliner Zeitung war nach der Premiere des Films auf der Berlinale begeistert und schrieb über die bereits berüchtigte Eröffnungssequenz: „Im orange-roten Licht eines Sex-Clubs, pulsierender Sound, die Körper ineinander verschlungen – und dazwischen auf einmal ein Blickwechsel, und man weiß sofort – da verlieben sich zwei.“ Das Wunder des Films ist, was folgt: eine berührende Liebesgeschichte, „die unglaublich zart ist, hingebungsvoll, voller Wärme, Vertrauen und Loyalität“.

Olivier Ducastel
wurde 1962 in Lyon, Frankreich geboren und studierte Film und Theater an der Universität Paris III in Paris. Seit 2013 leitet er die Abteilung Regie an der Fémis.

Jacques Martineau
wurde 1963 in Montpellier, Frankreich geboren, studierte Literatur und promovierte 1994 über Honoré de Balzac. Seit 1995 arbeitet er mit Olivier Ducastel zusammen.

Filmografie (gemeinsame Langfilme): Jeanne et le garçon formidable (Jeanne and the Perfect Guy, 1998), Drôle de Félix (The Adventures of Felix, 2000), Ma Vraie vie à Rouen (My Life on Ice, 2002), Crustacés & coquillages (Côte d’azur, 2005), Nés en 68 (Born in 68, 2008), L'Arbre et la forêt (Family Tree, 2010, identities 2011), Théo et Hugo dans le même bateau (Paris 05:59, 2016).

KATEGORIE:
PROGRAMMSCHIENEN:
11.06. 22:00 / Metro Kino Historischer Saal

REGIE:
Olivier Ducastel, Jacques Martineau

Buch: Olivier Ducastel, Jacques Martineau.
Kamera: Manuel Marmier.
Schnitt: Pierre Deschamps.
Mit: Geoffrey Couet, François Nambot, Mario Fanfani, Bastien Gabriel, Miguel Ferreira.


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